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Autor
Eray Özmü
Veröffentlicht
17.11.2020
Lesedauer
10 Minuten
App-Entwicklung ist keine Zauberei. Bevor eine App in Auftrag gegeben wird, sind aber einige wichtige Voraussetzungen zu klären. Mal schnell eine App programmieren? Das kann sehr einfach und kostengünstig sein, wenn Sie das richtige Entwicklerteam beauftragen. Doch wie sind Smartphones und Apps überhaupt entstanden? Was sind native Apps? Und wie läuft eine App-Entwicklung ab? Die Antworten dazu geben wir Ihnen im weiteren Verlauf.
Eine native App bedeutet, dass sie individuell für eine spezifische Plattform wie iOS, z.B. mit Swift, oder Android, z.B. mit Java entwickelt wird. So kann man sagen, dass die App von Grund auf für eine bestimmte Plattform entwickelt wurde.Native Apps können über die zugehörigen App Stores heruntergeladen und auf den entsprechenden Geräten installiert werden. Bei der Nutzung finden gelegentlich Zugriffe auf Gerätehardware statt, wie z.B. die Kamera.Der Code von nativen Apps sind auf das Betriebssystem zugeschnitten. Dies bedeutet eine schnellere und kostengünstigere Entwicklung. Der Vorteil ist auch die gute Nutzung, die den Nutzer die App häufiger verwenden lässt.
Heutzutage werden nur noch selten unterschiedliche Apps für die verschiedenen Betriebssysteme gebaut. Stattdessen wird auf Entwicklungsframeworks wie Xamarin, React Native oder Flutter zugegriffen. Diese ermöglichen eine plattformübergreifende Entwicklung. Es wird beim Entwicklungsprozess auf eine einheitliche Programmierspreche für mehrere Plattformen verwendet. JavaScript wird beispielsweise hinterher in den jeweiligen nativen Code kompiliert. Sollten sich im Code Elemente befinden, die nicht übersetzt werden können, werden diese mithilfe von Schnittstellen zu JavaScript implementiert.
Apps sind wesentliche Bestandteile von mobilen Geräten. Mit ihnen lassen sich z.B. auf dem Smartphone die gewünschten Apps nach den eigenen Bedürfnissen zuschneiden. So ist das Smartphone nicht nur ein Telefon. Alle nötigen Funktionen können je nach Gebrauch wie ein Schweizer Taschenmesser ausgeklappt werden. Man kann überall und jederzeit kommunizieren, recherchieren, sich informieren, navigieren, einkaufen, bezahlen. Außerdem kann man Medien konsumieren und produzieren.
Hier steht an erster Stelle die Frage: Was soll meine App können? Dabei ist es wichtig den Mehrwert der App herauszufinden.
Um das Ganze zu visualisieren ist eine Roadmap hilfreich, welches die Elemente “Epics”, “User Stories”, “Tasks” und “Type of User” enthält.
Epics stellen den größten Teil dar. Hier wird ein größerer Funktionsbereich mit Anforderungen an die App beschrieben, die nicht durch eine einzelne Funktion oder Session erfüllt werden können. Sie enthalten mehrere User Stories, weshalb sie auch als eine Sammlung verwandter User Stories angesehen werden können.
Ein Epic beinhaltet mehrere Stories und zielen auf die Bedürfnisse der Nutzer ab. Was sollen Nutzer mit der App tun können? Die User Stories sollen auf diese Frage mit einem Satz beantworten. Sie soll außerdem die Anforderungen an die App so beschreiben, ohne dass sie konkrete Lösungen enthalten. Die sogenannten W-Fragen dienen als Anhaltspunkt: “Als (WER?) möchte ich (WAS?) um (WOZU?).” Aus diesen W-Fragen werden die typischen Funktionen abgeleitet, wie z.B. der Log-In, Suchfunktionen, GPS-basierte Funktionen, Funktionen für Datenbanken, Kalender oder Messenger sowie die Integration von Drittanbieter-Apps (wie z.B. Social Media).
Tasks stellen den kleinsten Teil dar. Eine User Story kann mehrere Tasks beinhalten, um die Anforderungen, die sich aus ihnen abgeleitet hat, zu erfüllen. Ein Beispiel dafür wäre zur User Story “Ich möchte mich als Endbenutzer einloggen können” ein Login-Formular zu bauen.
Type of User sind Benutzergruppen, die die App verwenden. Sie stellen das “WER?” in den User Stories dar, sodass unterschiedliche Funktionen und Berechtigungen eingerichtet werden können. Das sind z.B. Administratoren, (un-)registrierte Nutzer oder Abonnenten.
Die Eingangsfrage kann auf diese Art und Weise in immer kleinere Aufgaben heruntergebrochen werden, für die Entwickler Lösungen finden und in die Tat umsetzen können.
Hier geht es um die Frage: Wie soll meine App aufgebaut sein? Die Antwort darauf ist eine Benutzeroberfläche, die die Schnittstelle zwischen Nutzer und Endgerät darstellt. Sie ist praktisch die grafische Oberfläche mit interaktiven Buttons und Eingabefeldern. Die einzelnen Funktionen werden dabei in einer Ordner-Struktur festgelegt.
Als nächstes ist die optische Gestaltung der App dran. Diese richtet sich an dem Corporate Design des Unternehmens. Sie ist eine Art grafische Übersetzung der Unternehmensphilosophie, welche meistens ein Logo und eine bestimmte Farbgebung enthält. Zu beachten ist auch, dass der Inhalt und die Platzierung eine wichtige Rolle spielen. Der Content, bestehend aus Text, Bilder und Videos, sollte gut ausgewählt sein. Bei der Konzeption einer App ist weniger oft mehr.
Als letztes kommt die Programmierung dran. Hier geht die Entscheidung voran, für welches Device entwickelt werden soll. Wie bereits erwähnt, werden für die gewünschte Plattform die entsprechenden Entwicklungstools verwendet. Frameworks und IDEs helfen mit ihren vorgefertigten Libraries bei der Strukturierung und er Fehlervermeidung durch vorgegebene Codestrukturen,-ergänzungen oder -entwürfe. Feedback oder Hilfe von anderen Entwicklern können über Teamtools eingeholt oder die Versionierung abgewickelt werden.
In der jüngsten Vergangenheit ist die Nutzung von Smartphones und anderen Mobilgeräten immer mehr gestiegen. Auch Anwendungen, die eine Internetverbindung benötigen, werden immer häufiger mobil genutzt. Die Bedürfnisse der Nutzer gehen meistens über die Informationsbeschaffung hinaus. Eine mobile App leistet weit mehr als eine Verbesserung der Unternehmenskommunikation bzw. -präsentation. Die häufigere und verbindliche Nutzung wirkt sich auch auf die Kundenbindung aus. Mit einer App können neue Zielgruppen erschlossen oder gar neue Produkte oder Dienstleistungen etabliert werden.