


Eray Özmü
Akt. 28.09.2026 · 3 Min. Lesezeit
Die Human Interface Guidelines (HIG) sind Apples Leitfaden dafür, wie Apps auf iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple Vision Pro aussehen und sich verhalten sollen. Wer eine iOS-App entwickeln lässt, sollte die wichtigsten Prinzipien kennen: Sie entscheiden darüber, ob sich eine App vertraut und hochwertig anfühlt. Dieser Artikel fasst zusammen, worauf es ankommt.
Die HIG sind eine öffentlich zugängliche Sammlung von Designprinzipien, Mustern und Komponenten, die Apple laufend aktualisiert. Sie beschreiben zum Beispiel, wie Navigation funktioniert, wie groß Bedienelemente sein sollten, wie Texte skaliert werden und wie Apps barrierefrei werden.
Die HIG sind keine Regeln im strengen Sinn, sondern Empfehlungen. Die App-Store-Prüfung richtet sich nach den separaten App Store Review Guidelines. Apps, die grundlegende Bedienmuster ignorieren oder schwer benutzbar sind, haben dort aber schlechtere Chancen und bei Nutzern ohnehin.
Mit iOS 26 hat Apple sein Design um das Material Liquid Glass erweitert, eine halbtransparente Gestaltung für Bedienelemente. Apps, die die Standardkomponenten des Systems nutzen, übernehmen diese Neuerungen weitgehend automatisch.
Bedienelemente sollten mindestens 44 × 44 Punkte groß sein. Kleinere Ziele führen zu Fehlbedienungen, besonders unterwegs.
Viele Nutzer stellen in den Systemeinstellungen größere Schrift ein. Apps sollten diese Einstellung (Dynamic Type) übernehmen und ihr Layout daran anpassen, statt Texte abzuschneiden.
Für die Hauptbereiche einer App ist die Tab-Leiste am unteren Rand üblich, für tiefere Ebenen die Navigation mit Zurück-Geste. Eigene Navigationskonzepte verwirren Nutzer oft mehr, als sie nützen.
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Kostenloses Erstgespräch buchenApple stellt mit SF Symbols tausende Symbole bereit, die zur Systemschrift passen und sich automatisch an Größe und Stil anpassen. Systemfarben unterstützen außerdem den dunklen Modus ohne Zusatzaufwand.
VoiceOver-Beschriftungen, ausreichende Kontraste und Bedienbarkeit ohne Farbe als einziges Signal gehören zu den Grundanforderungen. Seit 2025 ist Barrierefreiheit für viele Apps zudem gesetzlich vorgeschrieben, mehr dazu im Artikel Barrierefreie Apps entwickeln.
Auf Android übernimmt Material Design diese Rolle. Viele Grundsätze ähneln sich, im Detail unterscheiden sich Navigation, Symbole und Bedienmuster. Plattformübergreifende Apps, etwa mit React Native, sollten deshalb an den richtigen Stellen plattformtypisch aussehen: gleiche Funktionen, aber vertraute Bedienung auf beiden Systemen.
Nicht wörtlich, sie sind Empfehlungen. Wer grundlegende Muster ignoriert, riskiert aber schlechtere Bewertungen und Probleme bei der App-Store-Prüfung, die sich nach den App Store Review Guidelines richtet.
Ja. Die HIG decken alle Apple-Plattformen ab und beschreiben, wie sich Apps an größere Bildschirme, Tastatur, Maus und Stift anpassen.
Ja. Mit React Native lassen sich native Bedienelemente nutzen und plattformtypische Muster umsetzen, sodass sich die App auf dem iPhone wie eine iOS-App anfühlt.
Sie planen eine iOS-App? Auf unserer Seite zur iOS-App-Entwicklung zeigen wir, wie wir Apps entwickeln, die sich auf dem iPhone richtig anfühlen.