


Eray Özmü
Akt. 28.09.2026 · 3 Min. Lesezeit
Nutzer entscheiden in Sekunden, ob sie eine App behalten. Gutes App-Design ist deshalb kein Schmuck, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine App überhaupt genutzt wird. Diese zehn Schritte führen vom Ziel bis zum fertigen Design.
Was sollen Nutzer mit der App erledigen können? Formulieren Sie die wichtigsten Aufgaben in einfachen Sätzen, etwa: "Ein Monteur kann einen Einsatz in unter einer Minute dokumentieren." Diese Aufgaben sind der Maßstab für alle Designentscheidungen.
Wer nutzt die App, in welcher Situation und auf welchem Gerät? Ein Techniker mit Handschuhen in der Halle braucht andere Bedienelemente als eine Kundin, die abends auf dem Sofa bestellt.
Wie lösen andere Apps ähnliche Aufgaben? Nutzer bringen Erwartungen aus den Apps mit, die sie täglich verwenden. Vertraute Muster erleichtern den Einstieg.
Bevor ein einzelner Bildschirm gestaltet wird, steht der Weg durch die App: Welche Schritte führen zum Ziel, wo gibt es Abzweigungen, was passiert bei Fehlern?
Wireframes sind einfache Entwürfe der Bildschirme, ohne Farben und Details. Sie legen Aufbau, Inhalte und Navigation fest und lassen sich schnell ändern.
Aus den Wireframes entsteht ein klickbarer Prototyp, zum Beispiel in Figma. Lassen Sie fünf bis acht Personen aus der Zielgruppe typische Aufgaben erledigen und beobachten Sie, wo sie hängen bleiben. Das spart teure Änderungen nach der Programmierung. Mehr dazu auf unserer Seite zum Software-Prototyping.
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Kostenloses Erstgespräch buchenErst jetzt kommen Farben, Schriften, Bilder und Symbole hinzu. Sie sollten zur Marke passen, aber die Lesbarkeit und Bedienbarkeit nie verschlechtern.
iOS und Android haben eigene Gestaltungsregeln: Apples Human Interface Guidelines und Googles Material Design. Beide beschreiben Navigation, Bedienelemente und Symbole, die Nutzer der jeweiligen Plattform gewohnt sind. Material Design arbeitet zum Beispiel mit Ebenen, Schatten und klaren Bewegungen, um Zusammenhänge sichtbar zu machen. Eine plattformübergreifende App sollte sich trotzdem auf jedem System vertraut anfühlen.
Ausreichende Kontraste, skalierbare Schrift, große Tippflächen und Beschriftungen für Screenreader machen eine App für alle besser bedienbar und sind für viele Angebote inzwischen gesetzlich vorgeschrieben. Mehr dazu im Artikel Barrierefreie Apps entwickeln.
Farben, Schriften, Abstände und Komponenten werden in einem Designsystem festgehalten. So bleibt die App auch bei neuen Funktionen einheitlich, und Designer und Entwickler sprechen dieselbe Sprache.
UX-Design betrachtet das gesamte Nutzungserlebnis: Abläufe, Struktur und wie gut Nutzer ihre Ziele erreichen. UI-Design gestaltet die sichtbare Oberfläche, also Farben, Schriften und Bedienelemente.
Nicht komplett. Inhalte und Marke bleiben gleich, aber einzelne Bedienmuster sollten der jeweiligen Plattform folgen, damit sich die App vertraut anfühlt.
Sie planen eine App und möchten das Design von Anfang an richtig aufsetzen? Auf unserer Seite zur App-Entwicklung zeigen wir, wie Design und Entwicklung bei uns zusammenarbeiten.