


Eray Özmü
Akt. 28.09.2026 · 3 Min. Lesezeit
Augmented Reality (AR) blendet digitale Inhalte in die reale Umgebung ein, auf dem Smartphone, dem Tablet oder einer Datenbrille. Was vor einigen Jahren noch nach Spielerei klang, ist in Industrie, Bau und Vertrieb heute ein handfestes Werkzeug. Dieser Artikel erklärt, was AR ist, wie sie sich von Virtual Reality unterscheidet und wo Unternehmen sie sinnvoll einsetzen.
Augmented Reality bedeutet übersetzt erweiterte Realität. Die Kamera eines Geräts erfasst die Umgebung, die Software erkennt Flächen, Objekte oder Markierungen und legt digitale Inhalte passend darüber: ein 3D-Modell einer Maschine im Raum, Wartungshinweise direkt am Bauteil oder Leitungen, die hinter einer Wand verlaufen.
Die Grundlage auf Smartphones und Tablets bilden die Frameworks von Apple (ARKit) und Google (ARCore). Für Datenbrillen und Headsets gibt es eigene Plattformen, und viele Anwendungen entstehen mit Engines wie Unity.
| Augmented Reality | Virtual Reality | Mixed Reality | |
|---|---|---|---|
| Umgebung | reale Welt bleibt sichtbar | komplett virtuelle Welt | reale Welt mit interaktiven 3D-Objekten |
| Geräte | Smartphone, Tablet, Datenbrille | VR-Headset | Headset mit Kameras oder transparenten Displays |
| Typischer Einsatz | Wartung, Montage, Produktvisualisierung | Training, Planung, Simulation | Planung und Zusammenarbeit im Raum |
Die Grenzen verschwimmen zunehmend: Aktuelle Headsets können sowohl vollständig virtuelle Welten zeigen als auch die Umgebung per Kamera einblenden.
Techniker sehen Anleitungen, Messwerte oder Explosionszeichnungen direkt an der Maschine. Das verkürzt Einarbeitung und Fehlersuche, besonders bei selten durchgeführten Arbeiten.
Geplante Gebäude, Leitungen oder Einbauten werden am realen Ort sichtbar. Planungsfehler fallen auf, bevor gebaut wird, und Bauherren können sich das Ergebnis besser vorstellen.
Große oder erklärungsbedürftige Produkte lassen sich in Originalgröße im Raum zeigen, auch wenn die Maschine nicht auf den Messestand passt. Wie das aussehen kann, zeigen wir auf unserer Seite zum Messedemonstrator.
Sie haben ein Projekt im Kopf? Lassen Sie uns in einem kostenlosen Beratungsgespräch Ihre Idee besprechen.
Kostenloses Erstgespräch buchenMitarbeiter lernen Abläufe am digitalen Modell, ohne echte Anlagen zu blockieren oder Risiken einzugehen.
Für das Fraunhofer IPA haben wir einen digitalen Zwilling einer Produktionsstraße entwickelt, der sich mit VR-Brillen begehen lässt. Geplante Maschinen können so schon vor der realen Produktion getestet und angepasst werden. Die Anwendung entstand mit Unity und ermöglicht freie Bewegung im Raum, die Planungszeit sank um rund 40 Prozent. Zur Referenz

Nein. Die meisten AR-Anwendungen laufen auf gängigen Smartphones und Tablets. Datenbrillen und Headsets sind sinnvoll, wenn Mitarbeiter beide Hände für die Arbeit brauchen.
Bei AR bleibt die reale Umgebung sichtbar und wird um digitale Inhalte ergänzt. Bei VR taucht der Nutzer vollständig in eine virtuelle Welt ein.
In der Regel ja. CAD-Modelle werden dafür aufbereitet und vereinfacht, damit sie auf mobilen Geräten flüssig dargestellt werden.
Sie planen eine AR- oder VR-Anwendung für Ihr Unternehmen? Sprechen Sie mit uns über Ihre Idee, gern auch als Prototyp, um den Nutzen vorab zu testen.